In Kooperation mit

FAQ

Hier beantworten wir Fragen, die zum CrowdNewsroom und unseren Recherchen gestellt werden. Wir ergänzen die Liste fortlaufend.

Allgemeines zum CrowdNewsroom

Warum sollte ich mich im CrowdNewsroom anmelden?

Nur angemeldete Mitglieder können mit uns im CrowdNewsroom recherchieren. Wie in einer klassischen Redaktion ist es wichtig, dass sich die Kollegen untereinander kennen. Nur so kann eine vertrauensvolle Umgebung entstehen, in der wir gemeinsam produktiv arbeiten. Wenn Du angemeldet bist, hast Du den Vorteil, die Recherchefortschritte live beobachten zu können. Von außen sind nur die bereits veröffentlichten Informationen zu sehen, innerhalb der Redaktion dagegen deutlich mehr. Denn die eingetragenen Informationen stehen nicht sofort öffentlich, sondern werden erst in einem Faktencheck geprüft. 

Wenn Du Dich anmeldest, hast Du auch im Lernbereich des CrowdNewsroom Vorteile. Du kannst zum Beispiel sehen, wo Du stehst und welche Fragen und Lernangebote Du auf der Plattform bereits genutzt hast. 

Jeder Deiner Recherche- und Lernfortschritte wird erfasst. Wenn Du auf die Plattform zurückkehrst, kannst Du sofort dort weitermachen, wo Du das letzte Mal aufgehört hast.

Gibt es Spielregeln für die Mitglieder im CrowdNewsroom?

Jedes Mitglied hat bei seiner Anmeldung unserem Code of Coduct zugestimmt. Dieser lautet:

Wir wollen gemeinsam recherchieren und komplexe Sachverhalte aufklären. Wenn Du Dich anmeldest, erklärst Du Dich mit den folgenden vier Grundregeln einverstanden:

1.) Wir arbeiten als Team und teilen unser Wissen miteinander.

2.) Wir möchten journalistisches Handwerk lernen und uns fortbilden. Dafür nutzen wir auch die Bildungsangebote auf dieser Plattform.

3.) Wir zielen mit unseren Recherchen auf die Offenlegung problematischer Strukturen in unserer Gesellschaft ab.

4.) Wir recherchieren sorgfältig. Jede Tatsache, die wir behaupten, belegen wir mit einer glaubwürdigen Quelle.

Wie stellt Ihr sicher, dass durch die Team-Recherche keine falschen Angaben veröffentlicht werden?

Daten könnten nur von angemeldeten Mitgliedern eingetragen werden. Diese Rechercheergebnisse sind zunächst ausschließlich innerhalb der virtuellen Redaktion sichtbar und können von außen nicht eingesehen werden. Im nächsten Schritt prüfen die CORRECTIV-Reporter, ob die Dateneingabe richtig ist. Das ist möglich, weil jede Eingabe mit einer Primärquelle verknüpft ist. Verzifizierte Daten werden durch ein grünes Symbol kenntlich gemacht. In einem abschließenden Schritt entscheiden die CORRECTIV-Reporter, ob die Information veröffentlicht wird, also für alle sichtbar geschaltet wird – auch nicht angemeldete Besucher der Seite.

Was macht Ihr mit meinen Daten, wenn ich mich anmelde?

Auf dieser Unterseite findest Du unsere Datenschutzerklärung und AGB. Dort beantworten wir diese Frage detailliert.

Infos für Kooperationspartner

Können die im CrowdNewsroom veröffentlichten Ergebnisse frei verwendet werden?

Alle im CrowdNewsroom veröffentlichten Daten können von jeder Person und jedem Medium frei verwendet werden. Als öffentlich gelten alle Daten, die ohne Login erreichbar sind. Bedienen Sie sich! correctiv.org ist gemeinnützig. Wir wollen mit unseren Recherchen Missstände aufdecken. Damit sich etwas ändert, müssen möglichst viele Menschen von diesen Recherchen erfahren. Deshalb freuen wir uns, wenn Du die Ergebnisse der Teamrecherche aus dem CrowdNewsroom nutzt, mitnimmst, weiterverbreitest – kostenlos. Egal ob für ein lokales Blog, ein Online-Medium, eine Zeitung, ein Radio oder einen Fernsehsender.

Es gibt nur zwei Bedingungen: Du gibst uns kurz Bescheid an crowdnewsroom (at) correctiv.org. Dann wissen wir, wo unsere Geschichten erschienen sind. Das ist wichtig für uns und unsere Unterstützer. Bitte gib außerdem immer die Quelle der Daten an, indem Du die URL  bei Deiner Veröffentlichung erwähnst. Bei Fragen kannst Du Dich jederzeit per E-Mail an uns wenden. Dankeschön!

Zur Sparkassen-Recherche

Warum schaut Ihr euch ausgerechnet die Sparkassen an?

Sparkassen sollen dem Gemeinwohl dienen, das ist ihr oberster Zweck. Die erste Sparkasse entstand 1801 in Göttingen. Ab 1831 wurden die ersten Kreissparkassen und Landesbanken gegründet. Sie halfen den Menschen, Geld zu sparen, halfen den Unternehmern vor Ort mit Krediten, gaben ihre Überschüsse in den Haushalt der Gemeinde. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg spielten die Sparkassen eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Wohnungen. Und auch mit der Entwicklung des globalen Finanzsystems sollten die Sparkassen die Bank des kleinen Mannes bleiben.

Doch es ging abwärts: Vor zehn Jahren gab es mehr als 650 Sparkassen in Deutschland. Ende 2015 sind es nur noch 414. Das Sterben und Fusionieren geht weiter. Da sind sich die Ökonomen einig, die den Bankenmarkt in Deutschland analysieren.

Eigentlich sollten die Sparkassen die Spardosen der Kommunen sein. Gut für die Bürger, gut für die Städte. Die Sparkassen sollen unsere Gesellschaft stützen, sie gehören dazu, zu unseren Gemeinden und Städten. Über gewählte Vertreter im Verwaltungsrat bekommen wir als Gesellschaft Zugriff auf die Sparkassen.

Doch schlechte Geschäfte und Umbrüche in der Finanzwelt machen das ganze System marode. Kunden zahlen hohe Zinsen, wenn sie ihr Konto überziehen und erhalten im Gegenzug nur wenig Sparzinsen für ihre Einlagen. Immer wieder muss der Steuerzahler Sparkassen und Landesbanken vor der Krise retten. Mit ungewissem Ausgang und desaströsen Folgen. 

Deswegen wollen wir mit Euch genau hinschauen. 

Über correctiv.org

Sie nennen sich CORRECTIV – was wollen Sie korrigieren?

Wir treten in drei unterschiedlichen Dimensionen als Korrektiv in Erscheinung:

1.) Durch unsere Recherchen wollen wir strukturelle Missstände und unethisches Verhalten öffentlich machen. Damit helfen wir der Gesellschaft, sich selbst zu helfen. Wir wollen den Menschen Informationen liefern, damit sie Veränderungen anstoßen und Fehlentwicklungen korrigieren können.

2.) Wir bieten Redaktionen – großen wie kleinen – durch unseren unabhängigen und gemeinnützigen Ansatz Zugang zu Geschichten, die sie selbst nur schwer realisieren könnten. Wir wollen so den investigativen Journalismus in Deutschland stärken und dabei helfen, Vielfalt und Qualität im Mediensystem zu bewahren.

3.) Wir bilden aus: wir wollen unsere Methoden an alle interessierten Bürger weitergeben und dabei helfen, Informationsrechte vor Ort durchzusetzen. Wir wollen die Bürger dabei unterstützen, die Gesellschaft transparenter zu machen, um die Teilhabe aller zu vergrößern.

Was unterscheidet Sie von anderen Redaktionen?

1.) Wir sind unabhängig: Wir müssen weder auf politische noch auf wirtschaftliche Interessen Rücksicht nehmen.

2.) Wir sind gemeinnützig: Wir sind nicht den Einzelnen gegenüber verpflichtet, sondern der Gesellschaft als Ganzes. Wir wollen mit unseren Recherchen Veränderungen anstoßen und unser Wissen weitergeben. Das soll allen Bürgern helfen.

3.) Wir sind investigativ: Unsere finanziellen und personellen Ressourcen fließen in Recherchen und deren umfassende sowie kreative Aufbereitung. Wir wollen unsere Erkenntnisse einem möglichst großen Publikum zugänglich machen.

Wie finanzieren Sie sich?

correctiv.org wird von drei Arten von Förderern unterstützt. Von Bürgern, die mit ihren einmaligen Spenden unsere Arbeit möglich machen. Von Menschen, die uns langfristig unterstützen wollen und Mitglied der CORRECTIV-Community werden. Und von großen Förderern wie zum Beispiel Stiftungen.

Seit unserem Start Anfang Juli 2014 haben uns schon mehrere hundert Bürger mit Spenden und als Mitglieder in unserer Community unterstützt. 

Zudem werden wir mittlerweile von mehreren großen Stiftungen und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.

Hier kannst Du ein Mitglied von correctiv.org werden und dadurch unabhängigen Journalismus fördern.